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Mut und Lösungsdenken im Bilderbuchformat

Mut und Lösungsdenken im Bilderbuchformat

Wenn wir an Bilderbücher denken, so meinen Viele, diese seien nur für jüngere Kinder gemacht. Das trifft bei der Bilderbuch-Trilogie von Kobi Yamada definitiv nicht zu. Dem amerikanischen Autor ist es, zusammen mit der Illustratorin Mae Besom gelungen, philosophische Themen metaphorisch darzustellen. Die drei in sich abgeschlossenen Geschichten regen prozessartig zu Mut, Perspektivenwechsel und Lösungsdenken an und eignen sich nicht nur für Kinder ab Primarschulalter, sondern auch für Erwachsene.

Autor: Kobi Yamada
Illustration: Mae Besom
Übersetzung: Michael Keusch
Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
Verlag: Adrian-Verlag
Erscheinungsjahr: Juni 2017
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3947188123

Mut zu sich in „Was macht man mit einer Idee?“

In dieser Geschichte geht es um ein Kind, welches eine Idee hat, aber nicht weiss, was es damit anfangen soll. Anfangs ist das Kind verunsichert. Doch die Idee wächst und die beiden werden Freunde. Als das Kind sich um die Idee kümmert, blüht diese und verändert die Welt.

Die Geschichte zeigt ganz wunderbar, wie die Gesellschaft vorschnell skeptisch gegenüber neuen Ideen reagiert. Indem wir Selbstzweifel und mögliche Kritik anderer mutig überwinden, geben wir den Ideen ein Chance, zu wachsen, zu blühen und die Welt zu verändern.

„Es ist gut, die Fähigkeit zu haben, die Dinge mal anders zu sehen.“
Kobi Yamada in „Was macht man mit einer Idee“.

Was macht man mit einem Problem?

Autor: Kobi Yamada
Illustration: Mae Besom
Übersetzung: Gerda Maria Pum
Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
Verlag: Adrian-Verlag
Erscheinungsjahr: Mai 2018
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3947188123

Mut, hinzuschauen in „Was macht man mit einem Problem?“

In dieser Geschichte geht es um ein Kind, welches einem Problem begegnet. Das Kind versucht das Problem zu verscheuchen und zu ignorieren. Je länger es das Problem vermeidet, desto größer und bedrohlicher scheint es zu werden. Das Kind hält es nicht mehr aus und beschliesst, dem ein Ende zu setzen. Indem es sich mutig dem Problem stellt und es anpackt, entpuppt sich dieses ganz anders als erwartet.
Das Buch zeigt auf sehr kreative Art, dass man Probleme nicht lösen kann, indem man ihnen aus dem Weg geht.

„Jedes Problem birgt eine Chance für etwas Gutes. Man muss nur danach suchen.“
Kobi Yamada in „Was macht man mit einem Problem“.

Im zweiten Buch der Trilogie ist die Bildsprache ganz besonders eindrucksvoll. Das Problem wird symbolisch durch eine grosse dunkle Wolke dargestellt, welche immer weiter wächst und das Kind zu verschlucken droht. Anfangs sind die Bilder dunkel und düster. Als das Kind beschliesst, sich dem Problem zu stellen, nehmen die Bilder plötzlich Farbe an bis hin zu einer grossartigen Leuchtkraft, als das Kind erkennt, dass sich hinter jedem Problem eine Chance befindet und, dass die Überwindung von Problemen, Wachstum ermöglicht.“

Chance-Cover-Kobi-Yamada

Autor: Kobi Yamada
Illustration: Mae Besom
Übersetzung: Gerda Maria Pum
Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
Verlag: Adrian-Verlag
Erscheinungsjahr: September 2018
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3947188123

Mut zum Wagnis in „Was macht man mit einer Chance?“

In diesem Buch geht es um ein Kind, welches eine Chance erhält, sie allerdings nicht ergreift. Anfangs überwiegen Unsicherheit, Angst und Scham, so, dass das Kind jede Chance ignoriert. Mit der Zeit gewinnt das Kind an Mut und  verspricht sich, die nächste Chance beim Schopf zu packen. Seine Vorfreude ist plötzlich grösser als die Angst zu scheitern.

Das Buch beflügelt und ermutigt, die Angst vor Risiken/vor dem Scheitern zu überwinden, damit man Chancen, welche einem das Leben gibt, erkennt und ergreift.

Gemeinsamkeiten der drei Bilderbücher

In allen drei Geschichten geht es um ein nicht näher vorgestelltes Kind. Diese Distanz behält Yamada wohl, um zu zeigen, dass jeder von uns, dieses Kind sein könnte. In allen drei Büchern verwendet der Autor die ICH-Perspektive: anfangs wird die Geschichte in Vergangenheit erzählt. Im Moment der Erkenntnis, wechselt die Erzählung in die Gegenwart.

Die Veränderungen geschehen immer prozessartig. Mit dem inneren Konflikt des Kindes beginnend hin zum Lösungsdenken wird das Ganze durch die grandiosen Illustrationen verstärkt. Die Bilder sind in einer ersten Phase eher düster und werden farb- und lichtvoll, je weiter das Kind die neue Perspektive auskostet und deren Wirkung erlebt.

Diese Trilogie des Duos Yamada/Besom behandelt auf eine sehr gelungene Art und Weise die Auseinandersetzung dreier philosophischer Lebensfragen. In allen drei Fällen beginnt es damit, dass der Mensch sich durch seine eigenen Ängste blockiert. Erst mit dem Perspektivenwechsel wird lösungsorientiertes Denken möglich. Man wird plötzlich handlungsfähig. Damit sind diese Bilderbücher besonders ideal für die Resilienzförderung. Sie eignen sich meiner Meinung nach ganz besonders für Klassenprojekte in der Schule. Ebenso können sie für die Beratungsarbeit mit Erwachsenen eingesetzt werden, um Ressourcen zu aktivieren Alternativen zu Schimpfen, Drohen und Bestrafen

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