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Aus der Ohnmacht in die Handlungsfähigkeit: Eine Anleitung

Aus der Ohnmacht in die Handlungsfähigkeit: Eine Anleitung

Es gibt Tage, an denen sich die Welt gegen uns zu verschwören scheint. Alles, was wir versuchen, scheint ins Leere zu laufen, und wir haben das Gefühl, in einer Sackgasse festzustecken. Der Moment, in dem wir uns so fühlen, als ob uns jegliche Kontrolle entzogen wurde, wird oft als Ohnmacht bezeichnet. Ein Gefühl, das in uns Wut, Frustration und Enttäuschung hervorrufen kann. Dieses Gefühl der Ohnmacht ist wirklich unangenehm, fast erstickend.

In solchen Momenten haben wir IMMER die Wahl. Wir können uns entscheiden, in dieser Negativität zu verweilen, uns dem Gefühl der Ohnmacht hinzugeben, oder wir können die Gelegenheit nutzen, um unseren Blickwinkel zu ändern und die Situation neu zu bewerten.

Den Weg aus der Ohnmacht zu finden, ist häufig kein leichtes Unterfangen: Es fordert uns oft dazu auf, eingefahrene Denkmuster und Ansichten hinter uns zu lassen. Dieser Prozess erfordert zudem Mut, die gewohnte Komfortzone (und die damit verbundene Sicherheit) zu verlassen, die Initiative zu ergreifen (denn solange wir die Verantwortung für Veränderungen auf andere abwälzen, bleiben wir machtlos) – und die Situation aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Schritt für Schritt aus der Ohnmacht

1. Situation akzeptieren

Erinnern wir uns daran, dass Akzeptanz nicht gleichbedeutend mit Resignation ist. Es geht nicht darum, die Hände zu heben und aufzugeben. Vielmehr geht es darum, die Realität anzunehmen und sich auf einen neuen Weg vorzubereiten.

2. Situation neu betrachten

Herausforderungen sind oft mit Chancen verknüpft. Selbst in den düstersten Zeiten können wir Lichtstrahlen finden, wenn wir nur genau hinschauen. Vielleicht ist die Gelegenheit versteckt, aber sie ist da.

3. Kreative Lösungen entwickeln

Jede Lösung beginnt mit der Fragestellung. Wer oder was kann mir in dieser Situation helfen? Was habe ich bisher übersehen? Diese kreative Denkweise kann Wunder wirken.

Doch was, wenn die Umstände wirklich unveränderlich sind? In solchen Fällen können wir uns zwei Kernfragen stellen:

  • Kann ich die Umstände verlassen?  Hier geht es um persönliche Grenzen. Wenn eine Freundschaft toxisch wird, ist es vielleicht an der Zeit, sich zu distanzieren und sich um das eigene Wohl zu kümmern.
  • Wenn ich die Umstände nicht verlassen kann (z.B. das Schulsystem), wie kann ich dann das Beste daraus machen? Welchen Spielraum habe ich innerhalb dieser Umstände?

Kinder befähigen

In dieser immer komplexer werdenden Welt ist es unerlässlich, unseren Kindern beizubringen, wie sie handlungsfähig bleiben und, wie man positiv mit herausfordernden Situationen umgehen kann, um sich nicht als Opfer der Umstände zu sehen. Statt: „Dieser blöde Lehrer, der erklärt die Matheaufgaben so schlecht“ könnte man stattdessen lösungsorientiert formulieren: „OK, der Lehrer erklärt das auf eine bestimmte Weise, die ich nicht verstehe. Wer oder Was könnte mir helfen?“

Das bedeutet, unseren Kindern von klein auf zu zeigen, dass sie nicht nur passive Beobachter ihrer eigenen Geschichten sind, sondern aktive Teilnehmer, die die Macht haben, ihre Geschichten zu beeinflussen.

Das erfordert allerdings, dass wir unsere Kinder täglich in die Lösungsprozesse einbeziehen, ihnen zeigen, wie man Probleme erkennt, analysiert und letztendlich löst – statt die Probleme für sie zu lösen.

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Fazit

Das Leben wird uns immer wieder herausfordern. Es wird Momente der Ohnmacht geben, in denen wir uns verloren und allein fühlen. Aber indem wir lernen, unsere Perspektive zu ändern, akzeptieren, was ist, und kreative Lösungen suchen, können wir aus jeder Herausforderung gestärkt hervorgehen. Wenn wir diese Fähigkeiten an die kommende Generation weiterreichen, versetzen wir sie in die Lage, mit den Herausforderungen der heutigen Zeit souverän umzugehen.